Scherdel: Brauerei schließt, Bier bleibt

Kronkorken der Brauere Scherdel
Die Brauerei Scherdel in Hof stellt den Betrieb vorausssichtlich Ende 2026 ein.

Die Brauerei Scherdel in Hof soll Ende 2026 schließen. Wegen sinkendem Bierkonsum, stark gestiegenen Kosten und notwendigen Investitionen in Millionenhöhe sei es nicht möglich, den Betrieb wirtschaftlich weiterzuführen. Das teilt die Kulmbacher Brauerei AG mit, die den Bierhersteller 2023 übernommen hat, nachdem er Insolvenz angemeldet hatte. Ein Kernsortiment der Marke Scherdel will die Unternehmensgruppe weiterhin produzieren, aber an ihrem Standort in Neuensalz. Betrofffen sind 35 Mitarbeiter.

Marke bleibt erhalten

“Gemeinsam mit den Hofer Mitarbeitern haben wir jahrelang intensiv um den Erhalt des Brauereibetriebs in Hof gekämpft”, sagt Dr. Jörg Lehmann, Vorstandssprecher bei Kulmbacher. Investiert wurde u.a. in eine neue Flaschenwaschmaschine, einen Inspektor und eine Kälteanlage. Außerdem kamen neue Produkte wie Scherdel Zoigl und Scherdel Hell auf den Markt. Nach Angaben von Kulmbacher hat sich die Lage zuletzt aber zugespitzt und die seit 1831 bestehende Brauerei musste starke Absatzeinbußen hinnehmen. Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich das Volumen halbiert und die Produktion im oberfränkischen Hof ist nicht mehr ausgelastet. 

Partnerschaften mit Gastronomie und Handel sowie die Belieferung von Festen will Kulmbacher fortsetzen. Bier von Scherdel wird u.a. beim Hofer Schlappentag ausgeschenkt.

Details zu Scherdel Bier GmbH & Co. KG

Details zu Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft

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