Zahlen zum Biermarkt: Die größten Brauereien

Heineken in Amsterdam
Heineken in Amsterdam: Die größten Braukonzerne der Welt haben weniger Bier verkauft, ihre Dominanz bleibt. Foto: S. Hemmer

Die drei größten Braukonzerne haben nach 2023 auch 2024 weniger verkauft, produzieren aber nach wie vor fast die Hälfte aller Biere weltweit. Unter den 40 größten Brauereien sind unverändert sechs aus Deutschland. Nur eine von ihnen hat beim Absatz zugelegt. Das geht aus einer Aufstellung des Hopfendienstleisters BarthHaas GmbH & Co. KG hervor. 

An der Spitze nichts Neues

Nach einem Minus von 2,2 Prozent im Vorjahr ist der Bierabsatz der 40 größten Brauereien der Welt 2024 ebenfalls gesunken. Mit 0,6 Prozent auf knapp 1,64 Milliarden Hektoliter aber vergleichsweise leicht. Laut BarthHaas sind die global agierenden Großkonzerne dabei, sich neu auszurichten. Statt auf Diversifikation und Expansion im Craft Beer-Segment würden sie derzeit verstärkt auf ihre international etablierten Leitmarken setzen. Gleichzeitig wachse weltweit der Druck auf kleinere und mittelgroße Brauereien. Gestiegene Rohstoff- und Energiekosten ließen sich vielerorts kaum durch Preissteigerungen kompensieren. Dies führe zu Betriebsaufgaben, Fusionen und Marktaustritten.

Die Dominanz der führenden Hersteller besteht trotz Verlusten fort. Die Reihenfolge der elf größten Konzerne hat sich nicht verändert. Marktführer AB InBev verkaufte nach Angaben von BarthHaas 2024 knapp 495,5 Millionen Hektoliter Bier, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr (505,9 Millionen Hektoliter). Der multinationale Konzern mit Hauptsitz in Belgien ist in Deutschland mit Marken wie Beck's, Franziskaner und Spaten vertreten. 

Beim zweitgrößten Braukonzern Heineken (Niederlande) gab es einen Rückgang von 0,8 Prozent auf 240,7 Millionen Hektoliter (2023: 242,6 Millionen Hektoliter, bei den China Res. Snow Breweries (Platz drei) um 8,7 Prozent auf 108,8 Millionen Hektoliter (2023: 111,51 Millionen Hektoliter). Es folgen Carlsberg, Molson Coors, die Tsingtao Brewery Group, die Asahi Group, BGI / Groupe Castel, Yanjing und die Efes Group.

Veränderungen bei den größten deutschen Brauereien

Die zum Oetker-Konzern gehörende Radeberger Gruppe, größter Bierhersteller in Deutschland, ist mit einem Absatzrückkang um 1,4 Prozent auf 10,4 Millionen Hektolitern im internationalen Vergleicch von Platz 22 auf Rang 23 abgerutscht. Die TCB Beteiligungsgesellschaft (u.a. Frankfurter Brauhaus, Feldschlößchen und Gilde Brauerei) hielt ihren Ausstoß stabil bei 7,5 Millionen Hektolitern und belegt Platz 28. Sie hat die Oettinger Gruppe als zweitgrößten Produzenten in Deutschland abgelöst. Dort hat sich der seit längerem anhaltende Abwärtstrend fortgesetzt. Der Absatz der Brauerei aus Bayerisch-Schwaben sank um deutliche 12,6 Prozent auf 6,6 Millionen Hektoliter (Platz 30). 

Nicht weit dahinter lauert die Paulaner Gruppe auf Platz 31, deren Verkäufe leicht um 0,6 Prozent auf 6,3 Millionen Hektolitern zurückgingen. Dahinter reihen sich die Krombacher Gruppe (5,94 Millionen Hektoliter, -1,4 Prozent) und auf Position 33 die Bitburger Braugruppe (5,78 Millionen Hektoliter, +1,5 Prozent) ein, die als einziger deutscher Bierhersteller Zuwächse verzeichnen konnte. 

Bei unserem Quiz mit mehreren hundert Fragen können Sie Ihr Wissen rund um das Thema Bier unter Beweis stellen und vertiefen. [zum Bierquiz]

Welches Bier hat einen höheren Alkoholgehalt? Darum geht es bei unserem Spiel "Bierduell". [mehr]

Bierflaschen-Kronkorken merken, zusammenbringen und Punkte sammeln.

Mehr