Brauereien wehren sich gegen Kartellstrafen

Bier

Mehrere Brauereien wehren sich gegen Bußgelder, die ihnen das Bundeskartellamt auferlegt hat.

Wegen verbotener Bierpreisabsprachen hat das Bundeskartellamt im Frühjahr gegen elf Brauereien und andere Vertreter der Branche Bußgelder von insgesamt fast 340 Millionen Euro verhängt. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus wehren sich sechs der betroffenen Unternehmen sowie der Brauerverband Nordrhein-Westfalen jetzt juristisch gegen die ihnen auferlegten Strafen. Derzeit laufe ein Zwischenverfahren. 

Carlsberg und Radeberger, die größte Brauereigruppe in Deutschland, hatten bereits unmittelbar nach der Entscheidung der Kartellbehörde Einspruch gegen die Strafe eingelegt. Weitere Brauereien, die ins Visier der Kartellwächter gerieten, sind Krombacher, Bitburger, Warsteiner, Veltins, Barre, Bolten, Erzquell, Gaffel und Früh. Laut Kartellamt haben sie heimlich Preise für Flaschen- und Fassbier abgesprochen und die Kosten für die Verbraucher künstlich erhöht. 2008 sei ein Aufschlag von 1 Euro pro Kasten Bier mit 20 Flaschen vereinbart worden. Bei Fassbier sollten die Kunden 2006 und 2008 jeweils 5 bis 7 Euro mehr für den Hektoliter bezahlen.

(21.7.2014)

 
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