Deutschland: Bierabsatz im Oktober gesunken

Bier

Die deutschen Brauereien haben im Oktober weniger Bier verkauft.

Der Bierabsatz der in Deutschland ansässigen Brauereien ist im Oktober im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 1,8 Prozent auf 7,54 Millionen Hektoliter gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts blieben die Verkäufe im Inland mit 6,51 Millionen Hektolitern stabil. Die Exporte in EU-Länder gingen um 10,3 Prozent auf 707.180 Hektoliter zurück, die Ausfuhren in Staaten außerhalb der EU um 15,3 Prozent auf 318.390 Hektoliter.

Von Januar bis Oktober gerechnet liegt der Absatz 0,8 Prozent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Vor allem in der ersten Jahreshälfte hatten die Brauereien Zuwächse erzielen können, was nicht zuletzt an relativ guten Wetterbedingungen lag. Die letzten Monate verliefen weniger erfolgreich. Im dritten Quartal brachen die Verkäufe um 4,5 Prozent ein.

Die deutschen Brauer müssen seit Jahren regelmäßig Einbußen verkraften. Verantwortlich ist eine stetig sinkende Inlandsnachfrage. 2013 hat jeder Deutsche im Schnitt 99 Liter Bier getrunken – zwei Liter weniger als im Vorjahr. 2001 hatte der Pro-Kopf-Konsum noch bei 118 Litern gelegen, 1993 nach Angaben des Deutschen Brauer-Bunds bei 135,9 Litern und 1983 sogar bei 148,7 Litern. Die Verkäufe der deutschen Brauereien erreichten 2013 mit 94,6 Millionen Hektolitern den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Vor zehn Jahren hatten sie noch rund 105 Millionen Hektoliter abgesetzt.

(27.11.2014)

 
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