USA genehmigen Fusion der größten Bierkonzerne der Welt

Budweiser, Stella Artois und Corona

AB InBev-Marken Budweiser, Stella Artois und Corona

Marken von SABMiller

Marken von SABMiller

Anheuser-Busch InBev, größter Braukonzern der Welt, hat vor ein paar Monaten ein rund 100 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für SABMiller, Nummer zwei auf dem globalen Biermarkt, vorgelegt. Die EU-Kommission sowie Kartellbehörden in Mexiko, Australien und anderen Ländern haben den Deal bereits abgesegnet. Jetzt hat auch das US-Justizministerium die Fusion unter Auflagen genehmigt. Demnach muss der neue Konzern das komplette USA-Geschäft von SABMiller abgeben. Es wurden bereits die Weichen dafür gestellt, dass Molson Coors das bisher zusammen mit dem Konzern betriebene Gemeinschaftsunternehmen Millercoors in Zukunft alleine führt.

Auch in Europa müssen Aktivitäten von SABMiller eingestellt werden. Ab InBev hat bereits signalisiert, entsprechende Forderungen der EU-Kommission zu erfüllen und sich von Geschäftsbereichen in Frankreich, Italien, Großbritannien und den Niederlanden zu trennen. Beispielsweise sollen die Marken Grolsch und Peroni an das japanischen Brauunternehmen Asahi veräußert werden. Auch in osteuropäischen Ländern wie Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei, wo SABMiller unter anderem mit Pilsner Urquell stark vertreten ist, stehen Verkäufe an.

Bei AB InBev rechnet man damit, dass die Fusion in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden kann. Gemeinsam bringen es AB InBev und SABMiller bei der Bierproduktion derzeit auf einen Weltmarktanteil von rund 30 Prozent. AB InBev hat 2015 eigenen Angaben zufolge knapp 410 Millionen Hektoliter Bier hergestellt. Zum Konzern, der seinen Hauptsitz in Belgien hat, gehören Marken wie Budweiser, Stella Artois und Corona. In Deutschland ist AB InBev unter anderem mit Beck's, Hasseröder, Franziskaner und Löwenbräu vertreten.

SABMiller mit Sitz in Großbritannien hat im Geschäftsjahr 2015/16 (1. April 2015 bis 31. März 2016) 248,8 Millionen Hektoliter produziert. Zum Portfolio gehören unter anderem die Marken Pilsner Urquell, Peroni, Tyskie und Grolsch.

(21.7.2016)

 
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