Die deutschen Brauereien haben 2018 ein bisschen mehr Bier abgesetzt

Bierkrüge

Die Deutschen haben 2018 etwas mehr Bier getrunken als im Vorjahr.

Der Bierabsatz der deutschen Brauereien ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent gestiegen. Die richtig feucht-fröhlichen Zeiten sind trotzdem lange vorbei. Seit 1993 ist der Ausstoß um 16,2 Prozent zurückgegangen, die Verkäufe im Inland sind sogar um mehr als ein Viertel gesunken. Bayern bleibt das führende Biebundesland.

Die Bundesbürger haben 2018 etwas mehr Bier getrunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Inlandsverkäufe der deutschen Brauereien und Bierlager im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf etwas mehr als 77,7 Millionen Hektoliter gestiegen. Das entspricht 82,7 Prozent des gesamten Ausstoßes. Die Exporte in EU-Länder sanken um 2,8 Prozent auf 9,38 Millionen Hektoliter, bei Ausfuhren in Länder außerhalb Europas gab es einen Zuwachs von 3,9 Prozent auf 6,77 Millionen Hektoliter. Alles zusammengenommen lag der Absatz mit etwas mehr als 94 Millionen Hektoliter um 0,5 Prozent bzw. 0,5 Millionen Hektoliter höher als 2017. Knapp 4,7 Prozent bzw. 4,4 Millionen Hektoliter der gesamten Menge entfielen auf Biermischgetränke (Radler etc.). Hier hat die Nachfrage um 10,3 Prozent angezogen. Alkoholfreie Biere sind in der Statistik nicht berücksichtigt.

Beim Verkaufen geholfen hat im letzten Jahr hat der Rekordsommer. Außerdem fand in Russland die Fuball-Weltmeisterschaft statt. Wäre das deutsche Team nicht in der Vorrunde ausgeschieden und länger im Turnier geblieben, hätte das für zusätzliche Impulse gesorgt. Der langfristige Trend beim Bierabsatz ist aber trotz des zarten Aufschwungs rückläufig. 2017 hatte der Ausstoß den niedrigsten Wert seit der Wiederverinigung erreicht. Zwischen 1993 und 2018 hat sich die Produktion der deutschen Brauwirtschaft um 18,1 Millionen Hektoliter oder 16,2 Prozent verringert. Der Inlandsabsatz hat in diesem Zeitraum sogar um 26,1 Prozent abgenommen. Einen Teil des Rückgangs konnten die Brauer durch Exportsteigerungen auffangen. Die Ausfuhren haben in den letzten 25 Jahren um 146,3 Prozent zugelegt.

Die bayerischen Brauereien haben 2018 das fünfte Jahr in Folge im Bundesvergleich am meisten Bier abgesetzt. Sie haben ihren Ausstoß um 3,1 Prozent auf 24,6 Millionen Hektoliter gesteigert. Knapp dahinter folgen mit knapp 22,3 Millionen Hektolitern (- 1 Prozent) die Bierhersteller aus Nordrhein-Westfalen. Im Inland hatten die Brauer aus NRW mit 19,5 Millionen Hektolitern (+ 0,8 Prozent) wie in den Vorjahren die Nase vorn, die Bayern blieben hingegen beim Export führend. Am wenigsten haben mit 1,8 Millionen Hektolitern (-9,1 Prozent) die Brauereien aus Sachsen-Anhalt abgesetzt.

Entwicklung des Bierabsatzes der Brauereien in Deutschland
Bierabsatz nach Jahren
1993: 112,1 Mio. Hektoliter (Vergleich zum Vojahr: +6,9 %)
1998: 109,4 Mio. hl (+9,2 %)
2002: 107,8 Mio. hl (- 0,0 %)
2003: 105,6 Mio. hl (- 2,0 %)
2004: 105,9 Mio. hl (+0,3 %)
2005: 105,4 Mio. hl (- 0,5 %)
2006: 106,8 Mio. hl (+1,4 %)
2007: 104,0 Mio. hl (- 2,7 %)
2008: 102,9 Mio. hl (- 1,0 %)
2009: 100,0 Mio. hl (- 2,8 %)
2010:   98,4 Mio. hl (- 1,6 %)
2011:   98,3 Mio. hl (- 0,1 %)
2012:   96,5 Mio. hl (- 1,8 %)
2013:   94,6 Mio. hl (- 2,0 %)
2014:   95,7 Mio. hl (+1,0 %)
2015:   95,8 Mio. hl (+0,1 %)
2016:   95,8 Mio. hl (+0,1 %)
2017:   93,5 Mio. hl (- 2,5 %)
2018:   94,0 Mio. hl (+0,5 %)

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

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