Empörung über Wiesn-Wucher

Die Wiesn-Wirte und die Stadt München ärgern sich laut Berichten mehrerer Münchner Zeitungen über den Berliner Tickethändler "Tab Ticketbroker", der über das Internet Oktoberfest-Reservierungen zu horrenden Preisen anbietet. Wer für einen Samstagabend einen Tisch für zehn Personen in einem der großen Zelte bucht, zahlt 1.850 Euro - Bier und halbes Hähnchen inklusive. Selbst für eine Tischreservierung am Mittag muss man bis zu 1.250 Euro ausgeben.

Die Aufregung ist groß. Das Ganze sei "Schwindel und Betrug", wird Toni Roiderer, Betreiber des Hacker-Zelts und Sprecher der Wiesn-Wirte, in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung zitiert. Die Gäste sollten die Finger von solchen Angeboten lassen. Wenn man direkt bei den Wirten reserviere, koste das lediglich rund 30 Euro.

Florian Kosak, der den Berliner Ticketdienst betreibt, rechtfertigt seine Preise unter anderem mit zahlreichen Zwischenhändlern. Er selbst verdiene pro Reservierung nicht mehr als 300 Euro.

Obwohl Tische auf dem Oktoberfest eigentlich namentlich reserviert werden und nicht weiterverkauft werden dürfen, scheint es, dass es keine Möglichkeit gibt, sich gegen den Ticket-Wucher zu wehren. Bei dem Andrang, der in den Bierzelten herrsche, könne man unmöglich die Personalausweise aller Gäste kontrollieren, so Roiderer gegenüber der Münchner tz.

(19.5.2011)

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