Klage: Anheuser-Busch InBev soll Bier verdünnt haben

In den USA haben Verbraucher eine Klage gegen Anheuser-Busch InBev eingereicht. Sie werfen dem größten Brauereikonzern der Welt vor, den Alkoholgehalt mehrerer Biersorten falsch deklariert zu haben und fordern mehr als 5 Millionen US-Dollar Schadenersatz. Angeblich wurde den betroffenen Marken kurz vor der Abfüllung Wasser zugefügt, um den Profit zu erhöhen. Dadurch liege der tatsächliche Alkoholgehalt zwischen 3 und 8 Prozent unter dem auf den Etiketten ausgewiesenen Wert.

Die Vorwürfe basieren auf Angaben ehemaliger Mitarbeiter von AB InBev. Diese hätten bestätigt, dass es zur Unternehmenspolitik gehöre, Bier zu strecken und dadurch die Herstellungskosten zu senken, hieß es von Seiten der Anwaltskanzlei Mills Law, die die Kläger vertritt. Zehn Marken, die in den USA vertrieben werden, sollen betroffen sein: Budweiser, Bud Ice, Bud Light Platinum, Michelob, Michelob Ultra, Hurricane High Gravity Lager, King Cobra, Busch Ice, Natural Ice und Bud Light Lime. Geklagt wird nach Angaben der Nachrichtenagentur AP in mehreren Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Pennsylvania und New Jersey.
 
AB InBev hat die Vorwürfe bereits dementiert und als haltlos zurückgewiesen. Die geltenden Etikettierungsvorschriften für alkoholische Getränke würden exakt eingehalten, teilte das Unternehmen mit.
 
Der Multinationale Konzern AB Inbev hat seinen Sitz seit 2008 in Belgien. 2011 hat die Braugruppe 37,85 Milliarden Liter Bier verkauft und 39 Milliarden US-$ (29,6 Milliarden Euro) Umsatz gemacht. Nach Berechnungen der weltweit im Hopfenhandel tätigen Barth-Haas Group kontrollierte das Unternehmen 19,4 Prozent des weltweiten Biermarkts. In Deutschland ist AB InBev unter anderem mit den Marken Beck’s, Hasseröder, Franziskaner und Löwenbräu vertreten.

(27.2.2013)

Bierquiz

Bei unserem Quiz mit mehreren hundert Fragen können Sie Ihr Wissen rund um das Thema Bier unter Beweis stellen und vertiefen. [zum Bierquiz]