WM 2014: Brasilien erlaubt Bierverkauf in Fußballstadien

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien müssen die Fans in den Stadien nicht auf Bier verzichten. Die brasilianische Regierung hat ein Gesetz verabschiedet, das den Ausschank in den Spielstätten erlaubt.

Über das sog. WM-Rahmengesetz war zuvor lange und heftig diskutiert worden. In Brasilien gilt seit 2003 ein generelles Alkoholverbot in Sportstätten. Schon vor rund viereinhalb Jahren hatte die brasilianische Regierung zugesagt, das Verbot für die Weltmeisterschaft aufzuheben. Danach ist lange Zeit nichts passiert, weswegen die FIFA immer wieder Druck gemacht hatte - schließlich ist der Weltfußballverband an hochdotierte Verträge mit dem offiziellen und exklusiven Bier-Sponsor Anheuser-Busch InBev gebunden, der seine Marke Budweiser während des Turniers bewirbt und die Ausschankrechte für die Stadien besitzt.

Endgültig beigelegt ist der "brasilianische Bierkrieg" trotz des neuen Gesetzes allerdings noch nicht: Die Regelung gilt für fünf von insgesamt zwölf Stadien, in denen bei der WM gekickt wird. In den restlichen sieben Arenen regeln regionale Gesetze den Alkoholverkauf. Die FIFA muss sich mit örtlichen  Behörden abstimmen. Die brasilianische Regierung hat angekündigt, den Verband bei den Verhandlungen zu unterstützen.

Neben dem Bierausschank enthält das WM-Gesetz weitere Bestimmungen: Vorgesehen ist beispielsweise, dass Spieltage der brasilianischen Nationalmannschaft zu Feiertagen erklärt werden dürfen.

(8.6.2012)

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