Verein fordert Obergrenze für Bierpreise auf dem Oktoberfest

So sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass die Bierpreise auf dem Oktoberfest jedes Jahr steigen. Diesmal kostet die Maß durchschnittlich 9,35 Euro - 3,86 Prozent mehr als 2011. Dem Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. ist das zu viel. Er fordert eine Preisobergrenze von 7,10 Euro. Pro Jahr sollen die Wirte in Zukunft höchstens 15 Cent aufschlagen dürfen. "Für die Stadt München wäre es durchaus möglich, eine solche Obergrenze festzulegen", wird Präsident Jan-Ulrich Bittlinger in Medienberichten zitiert.

Seinem Anliegen will der Verein mit einem Bürgerbegehren Nachdruck verleihen. Die Aktion soll noch vor der Eröffnung der Wiesn am 22. September starten. 30.000 bis 40.000 Unterschriften sollen gesammelt werden.

Von Seiten der Stadt München wurde betont, dass die Festsetzung der Preise für Bier auf dem Oktoberfest den Gesetzen der freien Marktwirtschaft folgen würden. Eine rechtliche Handhabe hätten die Behörden lediglich gegen Wucherpreise. Diese lägen vor, wenn die ortsüblichen Getränkepreise um 100 Prozent überschritten würden, so ein Sprecher.

Der in München ansässige Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) vertritt rund 4.000 Mitglieder und kontrolliert in Wirtshäusern, öffentlichen Einrichtungen sowie bei Festveranstaltungen unter anderem die Füllmenge des ausgeschenkten Bieres.

(12.9.2012)

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